|
|
 |
E L E K T R O - R O L L S T U H L H O C K E Y In Stade wurde über die BSG-Stade eine Elektro-Rollstuhlhockeygruppe installiert, die interessierten E-Rollstuhlfahrern aus dem Elbe-Weser-Dreieck die Möglichkeit zu sportlicher Betätigung eröffnet.
Ansprechpartner bei der BSG-Stade sind der Übungsleiter Uwe Possekel, Himmelpfortener Weg 28, 21714 Hammah, Telefon 041443681 Fax 041442339456 und der 1. Vorsitzende Hans-Peter Maack 0407458753
Elektro-Rollstuhlhockey ist eine Sportart für körperbehinderte, i.d.R. jüngere Menschen, die auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind, d. h., die nicht über ausreichende Kräfte in den Armen verfügen, um einen normalen Handrollstuhl zu bewegen.
Gespielt wird in einer Halle auf einer Fläche von ca. 10 mal 20 Metern, also in einem Drittel einer Dreifachturnhalle oder in einer kleineren Sport- bzw. Gymnastikhalle. Das Spielfeld ist umrandet mit Holzbarrieren wie beim normalen Hallenhockey. Eine Mannschaft besteht aus 4 Feldspielern und einem Torwart. Praktiziert wird Rollstuhlhockey in verschiedenen Städten Norddeutschlands, u. a. in Hamburg. Die Rollstuhlhockey-Gruppen tragen von Zeit zu Zeit Turniere aus. Innerhalb der Behinderten-Sportgemeinschaft Stade e.V. haben wir jetzt eine E-Rollstuhlhockeyabteilung eingerichtet, so dass dieser Sport auch in Stade möglich ist. Einzugsbereich wären die Landkreise Buxtehude, Rotenburg, Cuxhaven und Stade.
Für einen reibungslosen Ablauf brauchen wir :Möglichst zwölf Interessenten ( bisher sind es 10)Wir haben bereits:einen Vorrat von 15 "Hockeyschlägern" und BefestigungsvorrichtungenDie Sporthalle Athenaeum 21680 Stade, Harsefelderstrasse 40, die regelmäßig an jedem 2. Samstag von 10 bis 13 Uhr für drei Stunden zur Verfügung steht Spielfeldbegrenzungen und Tore
Auch Menschen mit Behinderungen möchten Sport treiben, sich mit anderen messen, die eigenen Grenzen erfahren. Sie müssen jedoch andere Maßstäbe anlegen. Rollstuhlfahrer bewegen sich anders als Fußgänger, und wenn die Kräfte nicht reichen, um einen Sport-Rollstuhl zu bewegen, bewegt man sich im E-Rolli, der mit einem Joystick gesteuert wird. Das erfordert viel Feinmotorik und Übung. Und wenn man dann keinen Hockeyschläger halten kann oder dessen Bewegung nicht ausreichend koordinieren kann, wird der E-Rolli zum Steuerungsinstrument. Eine Vorrichtung Marke Eigenbau, die an der Fußstütze des Rollstuhls befestigt wird, dient als Schläger. Käuflich sind solche Schläger nach unseren Recherchen noch nicht zu haben. Wir mussten uns, wie auch andere Vereine darum bemühen, die Schläger in Eigenregie zu fertigen. Dabei konnten wir das bisher bei den Schlägern verwendete Schlagbrett, durch ein Glasfaserteil ersetzen, das wesentlich widerstandsfähiger ist. Dadurch muss das Spiel durch beschädigte Schläger nicht so häufig unterbrochen werden. Außerhalb der Ferien wurde uns die kleine Turnhalle im Gymnasium Athenaeum an Samstagen in geraden Wochen von 10 bis 13 Uhr zur Verfügung gestellt. Die E-Rollifahrer sind immer darauf angewiesen, dass sie eine Begleitperson zu den Übungsterminen fährt. Außerdem entstehen hohe Fahrtkosten bei den aus dem Landkreis und aus benachbarten Kreisen Anreisenden. Wir bemühen uns daher, Sponsoren für Fahrgeldzuschüsse zu finden. Wir empfehlen allen interessierten E-Rollifahrern, Kontakt zu uns aufzunehmen, damit wir eventuell bei finanziellen Schwierigkeiten helfen können
Artikel erschienen im Stader Tageblatt am: 07.06.2008
JOKER: Rollstuhlfahrer toben sich zweimal im Monat in der Athenaeum-Turnhalle in Stade aus Marco und Roman sausen vorbei, zum anderen Ende des Spielfeldes. Verfolgt von ihren fünf Mitspielern jagen sie einem kleinen, grell orangefarbenen Ball hinterher. In der kleinen Turnhalle des Athenaeums in Stade wird Hockey gespielt. Rollstuhlhockey. Sieben Spieler sitzen in einem elektrischen Rollstuhl und dirigieren den Ball durch eine spezielle Vorrichtung am Fußbrett des Stuhles. JOKER-Reporterin Mareike Tödter berichtet.
Rasch werden noch die letzten Schläger an die Rollstühle angepasst. Im Spielfeld liegt schon der grelle Ball. „Deckt das Tor ab“, ruft ein Vater den Spielern zu. Sie rollen vor und zurück, versuchen, die neonfarbenen Tore abzudecken, wollen einfach nur anfangen. Mit einer schwungvollen Drehbewegung schießt Marco (11) den Ball Richtung gegnerisches Tor. Er und Roman (11) zischen hinterher. Die Abwehr gibt ihren Posten auf, blickt und rast dem Ball hinterher. Sieben Spieler von elf bis 47 Jahren flitzen mit konzentrierten Gesichtern quer durch die Turnhalle. Seit Januar bietet die Behindertensportgemeinschaft Stade jeden zweiten Sonnabend Rollstuhlhockey an. In den Sommerferien wird pausiert. Bei den ersten Spielen habe die Konzentration schon nach kurzer Zeit nachgelassen, mittlerweile hielten die Spieler länger durch, berichtet Uwe Possekel vom Verein. „Einer kam her und hat zuerst geschlafen: Jetzt ist er wacher.“ Gesucht werden noch Mitspieler, denn bislang sind sie nur zu acht. Die Torschützen sind kaum vom Spielfeld zu kriegen. Marco spielt auch noch, als andere eine Pause einlegen und zwei bereits nach Hause fahren. Alleine rast er mit dem Ball über das mit blauen Holzbarrieren eingegrenzte Spielfeld. Marco ist „Gastspieler“ in Stade. Normalerweise schlägt der Bad Segeberger die Bälle in Hamburg. Er freue sich so auf das Spielen, schildert sein Vater Kay Rollmann, der heute Schiedsrichter ist, dass sie den weiten Weg oft auf sich nehmen. Mit Hockey haben Marco, Roman und die Anderen eine Sportart gefunden, bei der sie sich austoben können. Philipp spielte vorher in Hamburg. Seine Mutter Martina Bredendiek erinnert sich an das erste Spiel vor zwei Jahren: „Bei meinem Sohn leuchteten die Augen. Ich wusste innerhalb von zwei Minuten: Das ist sein Sport.“ Es ist ein Sport, wo sie sich messen können, ins Schwitzen kommen und lernen, im Team zu spielen. Das Spielen ist nicht einfach, ein gewisses Ballgefühl gehört dazu. Fehlende Kraft oder Lähmung machen die Rollstuhlfahrer abhängig von ihrem elektrischen Gefährt, das sie mittels Joystick lenken. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt. Nach etwa drei Stunden hören auch die letzten fünf Spieler auf. Roman freut sich schon auf das nächste Mal – in zwei Wochen.
|
 |